14.07.2026 – Teilnehmer der Pony EM in Le Mans, Frankreich

Für die Pony Europameisterschaften im französischen Le Mans, wo bereits 2025 und 2023 die Pony EM ausgerichtet wurde, haben sich in diesem Jahr 226 Ponys qualifiziert und wurden von ihren nationalen Verbänden nominiert.

Der Blick in die Liste der Qualifizierten ist schon im Vorfeld interessant: allein 27 Connemara Ponys (von denen eines eine 100%-ige Connemara Abstammung hat, allerdings nicht bei der CPBS als Connemara Pony registriert wurde) und 23 Connemara Partbreds gehören dazu, das sind 22.12 % aller Teilnehmer.
Von den reingezogenen Connemara Ponys stammen sieben aus französischer Zucht. 19 Ponys sind bei der CPBS eingetragen, eines beim Horse Sport Ireland, also 20 Ponys aus Irland.

Von den züchtenden Nationen steuert Belgien 11 Ponys oder kleine Warmblüter bei, aus Dänemark kommen fünf Ponys, aus Finnland vier Ponys, zehn Ponys kommen aus England, 56 Ponys wurden insgesamt in Irland gezogen, zwei Ponys stammen aus Spanien. Aus den Niederlanden stammen 27 Qualifikanten, 45 aus Frankreich.

Ein Holsteiner, ein Oldenburger Springpferd, ein Westfälisches und drei Zangersheider Warmblüter sind dabei, fünf Selle Francais, sechs KWPN Warmblüter, auch der eine oder andere Qualifikant aus Irland ist Warmblut - wenn sie unter die Messlatte passen, dürfen sie in Ponyprüfungen starten. Ein Novum dürfte das aus französischer Zucht stammende Morganhorse sein, es hat sich aus der Schweiz für die Vielseitigkeit qualifiziert.

Bei den Deutschen Reitponys haben sich 55 aus folgenden Bundesländern qualifiziert: je eines aus Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz-Saar sowie dem ZfdP, zwei aus Brandenburg, sechs aus Schleswig-Holstein, sieben aus Hannover und dem Rheinland, 14 aus Westfalen und 15 aus Weser-Ems.

Rechnet man die drei Warmblüter dazu, kommt Deutschland mit sehr geringem Abstand (58) im Zuchtnationsranking in die Spitzenposition vor Irland (56).

In der Dressur gibt es drei mögliche Starter aus Österreich, fünf aus Belgien, einen aus Kroatien, zwei aus Tschechien, bei den acht Startplätzen für Dänemark haben nicht weniger als drei Reiterinnen zwei Ponys qualifiziert, sieben Qualifikanten aus Spanien, darunter Curro Ramirez Morales mit drei qualifizierten Ponys, Finland mit sechs Ponys und einer Reiterin mit zwei qualifizierten Ponys, 6 Ponys aus Frankreich, 5 Ponys aus England, 8 Ponys aus Deutschland mit einer Doppel-Qualifikation, 5 Ponys für Italien, zwei für Luxemburg, 8 Ponys aus den Niederlanden mit einer Doppel-Qualifikation, ein Pony aus Polen, drei aus Russland, die alle für eine Reiterin qualifiziert sind und 8 Ponys aus Schweden mit einer weiteren Doppelqualifikantin. Da pro Reiter/in nur 1 Pony startet, fallen die anderen qualifizierten Ponys weg. 15 Nationen gehen voraussichtlich an den Start, darunter 11 mögliche Teams.
Von den 78 Qualifikanten sind 44 Deutsche Reitponys, das entspricht 56%. Weser-Ems ist mit 13 Ponys, Westfalen mit 10 Ponys und Hannover mit 7 Ponys vertreten.

Im Springen gibt es fünf Qualifikanten aus Belgien, drei aus Dänemark mit einer Doppelqualifikation, 10 mögliche Starter aus Frankreich und England, wobei aus England eine Doppelqualifikation dabei ist, sechs Teilnehmer aus Deutschland, 10 Qualifikanten aus Irland, Italien und den Niederlanden mit jeweils einer Doppelqualifikation, ein Einzelreiter aus der Schweiz und acht Nominierungen aus Schweden, darunter eine weitere Doppelqualifikation. Insgesamt 10 Nationen qualifiziert mit acht möglichen Mannschaften.
Von den 73 Qualifikanten sind vier Deutsche Reitponys, 9 reingezogene Connemara Ponys und 10 Partbred Connemara Ponys, damit entfallen auf die Connemara-Fraktion 26% der Qualifikanten. Weitere 13 Qualifikanten stammen zusätzlich aus irischer Zucht, zusammen 19 mögliche Starter aus irischer Zucht, wiederum 26% des gesamten möglichen Starterfelds. Frankreich stellt in diesem Feld 13 Qualifikanten, darunter fünf Selle Francais. Der Warmblutanteil von Zangersheide (3), Westfalen (1), Holstein (1), Oldenburger Springpferd (1), KWPN (5) und SF (5) lässt sich klar ermitteln, vom BWP sind vier Teilnehmer gemeldet, die allerdings nicht alle Warmblüter sind, da der Verband auch für die Ponyzucht registriert. Aus England kommen jeweils zwei Qualifikanten vom Anglo European Studbook und dem Breeders Elite Studbook sowie ein Pony. Sehr bunt geht es auch bei den Qualifikanten aus Irland, viele Warmblutimporte haben sich mit Vollblut und Irish Sport Horses verknüpft. Der Anteil Warmblut in diesem Feld ist beachtlich und ob sie züchterisch interessant sind, muss jeder selbst für sich entscheiden.

In der Vielseitigkeit haben sich sechs Ponys aus Belgien qualifiziert, darunter eine Doppelqualifikation, ein Pony aus Tschechien, zwei aus Spanien, elf aus Frankreich, zehn aus England mit einer Doppelqualifikation, neun aus Deutschland mit einer Doppelqualifikation, elf aus Irland, 15 aus Italien mit drei Doppelqualifikationen, vier aus den Niederlanden, ein Pony aus Norwegen, zwei aus der Schweiz und drei Ponys aus Schweden. Das ergibt maximal acht Mannschaften.
75 Ponys maximal, darunter 18 reingezogene Connemara Ponys und 11 Connemara Partbreds, insgesamt 29 Ponys in der Connemara Fraktion, das sind 38.66%. Weitere 17 Ponys stammen zusätzlich aus Irland, so dass insgesamt 37 Ponys aus irischer Zucht qualifiziert sind, das sind 49.33% des möglichen Starterfelds. Als nächste große Zuchtnation ist Frankreich mit 16 Qualifikanten aller Rassen vertreten, sieben Deutsche Reitponys haben sich ebenfalls qualifiziert. Der Einfluss der Warmblüter ist vorhanden, aber nicht so massiv wie bei den Teilnehmern im Springen.

Von den 226 Qualifikanten haben 87 bereits EM-Erfahrung, das sind 38.49%.
Natürlich gehen nicht alle Qualifikanten an den Start, aber die Zahlen geben schon einen ersten Eindruck über das Zuchtgeschehen an der Spitze des europäischen Ponysports.