So schnell sind die Tage der Pony EM in Le Mans schon wieder vorbei - mit sehr erfolgreichem Abschneiden der Connemara Ponys und Partbreds.
Ganz erfreulich war die Teilnahme eines französischen Connemara Partbreds in der Dressur: Maemi Gangloff stellte den Rappwallach Eldo J'Adore Bel'Air v. Volupto des Bourdons x Ketoile de Niafle - Vodka du Theil ganz gekonnt ins Bild und erreichte mit der Mannschaft aus Frankreich den achten Platz, insgesamt 11 Mannschaften gingen an den Start. Großvater Vodka du Theil ist ein Sohn der Connemara Stute Roquette du Thuit, angepaart mit einem Araberhengst. Sie erzielten innerhalb der Mannschaft das beste Ergebnis mit 66,400 %.
In der Einzelwertung reichten die beiden leider nicht mehr an dieses Ergebnis heran und mussten sich mit 64.486 % zufrieden geben, das bedeutete den 36. Platz im Teilnehmerfeld von 49 Startern. Mit dem Ergebnis aus der Mannschaftswertung hätte sie Platz 25 erreicht - sie qualifizierten sich mit dem Ergebnis nicht für die Kür, an der die besten 18 Paare der Einzelwertung teilnahmen.
Mannschaftsgold ging an Deutschland, Silber an Dänemark und Bronze an Schweden. Im Einzel war die Reihenfolge Deutschland vor Dänemark und wiederum Deutschland, in der Kür Dänemark vor Deutschland und Dänemark. Das Ergebnis sorgte für schlechte Stimmung im Dressurlager Deutschland - statt sich an dem zu erfreuen, was man erreicht hatte.

Die Springprüfungen wurden ganz klar von den Startern aus Grossbritannien und Irland dominiert, und auch Belgien war wiederum ganz stark - die Mannschaftsmedallien wurden in dieser Reihenfolge vergeben, was übrigens das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr war. Das Abschneiden des Teams aus Deutschland war in diesem Jahr leider richtig schwach, von acht Mannschaften kam das Team auf Platz 8.
Zu einer Medallie in der Einzelwertung reichte es auch in diesem Jahr für die Connemara Ponys und Partbreds nicht, die letzte Goldmedallie gewann 2023 der Ire Paddy Reape mit seinem Partbred Wallach Fernando v. Mr Pretender a.d. Castleside Topaz v. Clonmany JJ ebenfalls in Le Mans.
Auf der anderen Seite hatten die drei Medallien-Nationen jeweils Connemara Ponys bzw. Partbreds in ihren Teams: für Grossbritannien war es Cora Dowey, die mit der Partbred Stute Armene du Costilg v. Roudoudou d'Hurl'Vent (vom Connemara Hengst Leadership) a.d. Kraayendaals Blossom v. Sweet William mit der Goldmedallie geehrt wurde, ein Pony, dass seit 2019 seine vierte EM bestritt. 2019 holte Armene mit der französischen Mannschaft Bronze und startete seither zwei mal für Grossbritannien, nun sogar im Gold-Team. Leider gab ihre Reiterin im Mannschaftsspringen auf.
Mit der Team Silbermedallie fuhr Sam Widger, der seinen Partbred Wallach BP Bon Jovi v. Nirvana V (Bandolero M) a.d. Estoy un Tresor Lays v. Tresor zurück auf die grüne Insel. Mutter Estoy un Tresor Lays hat die Connemara Pony Stute Cokine du Park zur Großmutter. BP Bon Jovi startete zum ersten mal bei der Pony EM.
Für Belgien holte Elise Thirion mit ihrem Connemara Pony Wallach Dance Floor du Cauroy v. Ice and Fire d’Albran a.d. Undying Love Aluinn v. Imperial du Blin das beste Ergebnis für das Team. Die beiden bestritten ihre dritte EM in Folge und holten ihre zweite Mannschaftsbronzemedallie, ein schönes Ergebnis.

In der Vielseitigkeit gingen 44 Teilnehmer an den Start, allein 14 davon waren Connemara Ponys bzw. Partbreds - also knapp 32 % des Starterfelds. Und es reichte sogar zur Bronze in der Einzelwertung: Isabella Giovannoni aus Italien bestritt mit dem Connemara Wallach Clonberne Leedy v. Dexter Leam Pondi x Clonberne Lux Lady - Eagle's Ledge eine unglaubliche Aufholjagd. Nach der Dressur lagen die beiden zunächst auf Rang 25 und gingen anschließend fehlerfrei durch das Gelände, lediglich 3.2 Strafpunkte addierten sich als Zeitfehler, so dass sie vor dem Abschlussspringen auf Rang 9 stand - ihr gelang eine fehlerfreie Runde, die ihr schließlich auf das Podest half - ein sensationeller Erfolg!
Unter den ersten 10 Reitern platzierte sich auf Platz 5 für Italien Elisa Mendichi Sardell mit der Partbred Stute Esquisse de Lamouline v. Dancier (Hann) aus der Connemara Stute Prelude de La Mouline - Vertgalan du Ruere, auf Platz 7 für Frankreich Louane Achard mit dem Partbred Hengst Hold up Graviere v. Quabar des Monceaux x Butterfly Graviere - Dexter Leam Pondi und auf Platz 9 Daisy Fulton aus Grossbritannien mit dem Connemara Wallach Mac's Boy v. Doonhill Billy x Cailin Charna - Kingstown Boy. Was für ein tolles Ergebnis!
Team Gold sicherte sich Frankreich, im Team gab es neben Louane Achard und Hold up Graviere mit Lou Cravedi auf dem Partbred Hengst Celeste du Montier v. Tricky Choice du Pena (PFS v. Quick Star (SF) x Kilina Aluinn (Co)) x Epine II - Alhanac einen weiteren Teilnehmer mit Connemara Blut.
Team Silber ging mit nur 3.3 Strafpunkten mehr nach Irland, hier gab es mit Kitty Cullen auf dem Connemara Wallach Greenaun Russel v. Carracanada River x Greenaun Heather - Castleside JJ Junior ebenfalls eine Mannschaftsmedallie, auch wenn die beiden leider im Gelände durch einen Sturz ausschieden.
Die Bronzemedallie holte Team Deutschland. Greta Marie Löhr und Connemara Pony Rathcline Dream gehörten leider nicht zum Team - nach dem 3. Rang in der Dressur sammelten sie im Gelände doch einige Zeitfehler und im Springen einen Abwurf, Platz 20 am Ende seiner fünften EM.
Ereignisgeballte Tage bei doch reichlich Hitze - wir freuen uns, dass die EM 2027 in Polen ausgetragen wird, wo wir vielleicht etwas kühlere Verhältnisse bekommen!
